Fotografie

Kreative Fotografie – Brennweitenzieher

Du gehörst zu denen, die beim Fotografieren gerne experimentieren und generell verspielt sind? Dann probier´s doch mal mit Brennweitenziehern.

Brennweiten-Zieher – eine kreative Spielerei

Brennweiten-Zieher sind eine chaotische Art Bilder entstehen zu lassen, die im Vorfeld nur bedingt planbar sind. Besonders wenn man in einem dynamischen Umfeld fotografiert, in dem neben statischen auch bewegte Elemente auf einem Bild verewigt werden, können dabei überraschende Kompositionen entstehen.

Wie geht man vor?
Zunächst einmal wäre es von Vorteil das ganze mit einem Zoom-Objektiv zu versuchen, denn Festbrennweiten eignen sich dafür aus verständlichen Gründen eher nicht. Man sucht sich ein spannendes Objekt und richtet die Kamera von den Einstellungen her so ein, dass eine Belichtungszeit entsteht, die ein Verändern der Brennweite während der Belichtung ermöglicht (1/1000 ist also wenig erfolgversprechend). Dabei sollte die Kamera möglichst wenig verwackelt werden. Das bedeutet, ein Stativ ist bei dieser Art der Fotografie sicher von enormen Vorteil. Natürlich kann man es auch ohne versuchen, die Ergebnisse werden dann aber in endgültiger Abstraktion versinken.

Hat man ein Motiv gewählt, geht es an die Arbeit. Stellt die Brennweite auf Weitwinkel oder Tele ein und den Fokus scharf. Sorgt dafür, dass die Belichtungszeit über 2 Sekunden liegt – es kann auch mehr sein (hier ist ein bisschen Experimentierfreudigkeit angesagt). Am besten erreicht man das durch sehr wenig Umgebungslicht (z.B.: in der Dunkelheit) oder durch das Anbringen eines ND-Filters. In meinen Beispielbildern war kein Filter notwendig.Ich nutzte die späte Stunde des Tages.
Nach dem Scharfstellen drückt ihr den Auslöser. Wartet einen kurzen Moment (1-2 Sekunden – je nachdem wie lange eure Belichtung dauert) und beginnt dann die Brennweite gleichmäßig, aber kontinuierlich zu verändern. Wenn ihr im Telebereich gestartet seit, dann zieht die Brennweite nun in Richtung Weitwinkel. Beim Start im Weitwinkel verhält es sich natürlich genau gegengesetzt.Mauthausen-Donau-NOE-blaue-Stunde-2515-1

Die Ergebnisse sind manchmal erfrischend, manchmal aber auch einfach nur enttäuschend. Wichtig scheint mir bei dieser Art der Fotografie, die Auswahl eines markanten Motives.

Versucht es!

Sucht euch eindrucksvolle Gebäude, stillstehende schöne Autos, Lampen, Bäume, Berge usw. Spielt mit dem Winkel zum Objektiv, nehmt bewegte Objekte in eure Komposition mit auf (in meinen Bildern des Schlosses sind dies Lichtzieher von vorbeifahrenden Autos), variiert die Belichtungszeit und versucht es mit unterschiedlichen Veränderungen zwischen Weitwinkel und Telebereich. Zieht mal schneller und mal langsamer, lasst den Brennweitenbereich mal länger mal kürzer stehen, baut eine kurze Pause während des Ziehens ein – eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Ich wünsche euch viel Spaß und jede Menge Überraschungen.

Euer Ralph

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