Besser werden in der Landschaftsfotografie

Jeder von uns hat irgendwann mal mit der Fotografie begonnen. Die einen legen die Kamera nach einer kurzen Begeisterung wieder beiseite und betrachten holen sie nur mehr zu verschiedenen Anlässen oder im Urlaub hervor. Die anderen packt die Leidenschaft und sie entwickeln ihre fotografischen Fähigkeiten.

Richtungen sind ein wichtiges Gestaltungsinstrument in der Landschaftsfotografie. In diesem Bild zeigen die großen Stein in der Mitte in die Fließrichtung des Baches. Das Bild wirkt dadurch harmonisch

Richtungen sind ein wichtiges Gestaltungsinstrument in der Landschaftsfotografie. In diesem Bild zeigen die großen Stein in der Mitte in die Fließrichtung des Baches. Das Bild wirkt dadurch harmonisch

Mir erging es vor vielen Jahren ähnlich und wenn mich mal die Leidenschaft gepackt hat, dann lege ich 100 Prozent meiner freien Ressourcen in die Entwicklung der angestrebten Fähigkeiten. So war es auch in der Fotografie und so konnte ich innerhalb weniger Jahre mein Fotografisches Können auf ein doch sehr akzeptables Maß anheben. Dennoch, irgendwann kommt man an einem bestimmten Level an und hat das Gefühl sich nicht mehr weiter zu entwickeln. An dieser Stelle gibt es dann verschiedenste Möglichkeiten der Selbstentfaltung. Eine davon ist es sich mit den Arbeiten anderer Fotografierender auseinanderzusetzen.

Dies kann man in Ausstellungen tun, die lässt sich heute relativ einfach im Internet bewerkstelligen, so richtig gemütlich ist es aber aus meiner Sicht nur wenn man sich eine Tasse Tee an die Couch holt und einen guten Foto Bildband einer anderen Person zu betrachten beginnt. Man kann in die Bilder und die Beschreibungen eintauchen - kurz mal weg vom ganzen Social Media Wahnsinn und entschleunigt die Werke des Künstlers, der Künstlerin betrachten.

Ein so ein Buch ist “Die Kunst der Landschaftsfotografie” (Amazon Affiliate Link) von Jack Dykinga. Untertitel - Ein Meisterkurs für fotografisches Sehen und Komposition. Und der Titel verspricht nich zuviel - zumindest in meinem Verständnis. Aufgebaut in verschiedenen Kapiteln stellt Dykinga anschaulich dar worauf es beim Fotografieren ankommt. Er beschreibt die Vorgänge wie er aus einem durchschnittlichen Foto ein Bild komponiert, dass schlussendlich zu seiner Zufriedenheit ist. Er stellt die verschiedenen Entwicklungsstufen einer Komposition nebeneinander und ermöglicht dem Betrachter so am Prozess zu partizipieren.

Strukturell bündelt Dykinga die Aufgaben, oder wie er es nennt seinen Meisterkurs, in mehrere Kapitel. Entscheidung, Linien, Gegenüberstellungen, Richtung und Experimentieren seien hier stellvertretend genannt. Anschaulich stellt er dann in diesen Kapiteln mit seinen Bildern dar was er darunter versteht und wie sich dadurch die Bilder verbessern.

Erst gegen Ende kommt Dykinga auf die Ausrüstung zu sprechen und ordnet ihr somit auch den Rang zu, der ihr gebührt. Wichtig als Werkzeug aber eben nicht mehr. Bitte versteht mich nicht falsch, es braucht schon auch eine gewisse Begeisterung für die Technik und deren Möglichkeiten. Sie können aber nur die Basis für leidenschaftliche und künstlerische Fotografie bilden.

Abschließend bleibt für mich, dass die Betrachtung der Arbeiten anderer Fotografierender ein wesentliche Bestandteil im Lernen besserer Landschaftsfotografie ist. Das Buch von Jack Dykinga liefert für mich dazu einen sehr großen Beitrag und ich erfreue mich jedesmal an den Bildern und den Texten in diesem Buch.

Euer Ralph

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Landschaftsfotografie bei Wind und schnellen Wolken (Kopie)

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Geheimnisse der Landschaftsfotografie